2. Ostersonntag
2018 B
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Weitere Predigten kommen demnächst.

 

Liebe Brüder und Schwestern im Herrn!

Wir feiern eine Woche nach Ostern nicht nur den traditionellen weißen Sonntag, sondern auch den Sonntag der Barmherzigkeit. Die Barmherzigkeit gehört neben der Heiligkeit Gottes und der Gerechtigkeit Gottes zu den drei wesentlichen Eigenschaften Gottes. Besonders Sr. Faustina, die vom heiligen Papst Johannes Paul II. im Jahr 2000 heiliggesprochen wurde, hat von Jesus Visionen gehabt, in denen er besonders möchte, dass seine Barmherzigkeit verkündet wird. Er hat am selben Tag den Barmherzigkeitssonntag eingeführt.

Das Herz Jesu wurde für uns geöffnet, und es flossen Blut und Wasser hervor: Wasser für die Taufe und Blut für die Eucharistie. Der heilige Apostel Thomas, der am Anfang nicht glauben konnte, durfte die Wunden Jesu berühren. Er durfte seine Hand in die Male der Nägel und in die Seitenwunde legen. Daraufhin konnte er glauben, weil er mit Jesus in Berührung gekommen ist.

Das Herz ist der Sitz der Liebe. Das geöffnete Herz Jesu zeigt uns, dass er sein Blut für uns aus Liebe vergossen hat. Wenn beim Bild von Sr. Faustina vom Herzen die Strahlen weggehen und Jesus mit dem Finger an sein Herz zeigt, dann möchte er uns sagen, wohin wir schauen sollen und auf wen wir vertrauen sollen.

Unter dem Kreuz haben Johannes, der Lieblingsjünger, der Jünger, der am Herzen Jesu lag, und die Mutter Jesu auf das durchbohrte Herz Jesu geschaut. Der Prophet Simeon hat der Gottesmutter vorausgesagt, dass ihrer Seele ein Schwert durchbohren wird. Das geschah unter dem Kreuz, als sie ihrem toten Sohn noch die Lanze ins Herz stießen. Jesus spürte diesen Stich nicht mehr, aber umso mehr seine Mutter, die dabei zuschaute, wie ihrem toten Sohn nochmals eine Wunde zugefügt wird.

So wollen auch wir liebevoll auf das Herz Jesu schauen, das Herz Jesu betrachten und daraus trinken. Bei jeder heiligen Kommunion empfangen wir nicht nur den Leib Christi, sondern auch das Blut Christi, den ganzen lebendigen Auferstehungsleib, der mit Blut durchpumpt war, der essen konnte, den man anfassen konnte und der mit liebevollen Worten seinen Jüngern durch seine Erscheinung den Glauben an ihn ins Herz legte.

„Jesus, ich vertraue auf Dich.“ Er verspricht, dass alle, die dieses Bild des barmherzigen Jesus verehren, nicht verloren gehen. Flüchten wir uns also in dieses geöffnete Herz Jesu, dann kann uns nichts passieren, dann sind wir beschützt, hier auf Erden, sodass wir dann einmal in der Ewigkeit auch an der Seite Jesu sein können. Amen.

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© 2018 · Pfarrer Christian Poschenrieder · email